Bargeld zu Hause
Warum Bargeld zu Hause kein Sparen ist
Was passiert mit Bargeld, das einfach nur liegt? Die kurze
Antwort lautet: Es verliert an Kaufkraft, täglich, unsichtbar
und ohne Ausnahme.
Bargeld zu Hause zu halten fühlt sich sicher an. Das ist ein
psychologisch nachvollziehbarer Impuls. Aber das Gefühl der
Sicherheit täuscht über eine wirtschaftliche Realität hinweg:
Geld, das nicht verzinst wird, verliert durch Inflation
kontinuierlich an realem Wert.
Wer 1.000 Euro unter dem Kopfkissen aufbewahrt, hat nach einem
Jahr mit spürbarer Inflation nicht mehr 1.000 Euro an
Kaufkraft, sondern weniger. Die Zahl bleibt gleich. Die
Wirklichkeit nicht.
Grundprinzip der Kaufkraftlehre
Das nennt sich kontrollierter Wertverlust.
Nicht weil jemand das Geld wegnimmt, sondern weil die Preise für
Güter und Dienstleistungen steigen, während das Geld selbst
unverändert bleibt. Es ist ein stiller, unsichtbarer Prozess.
Sparen im wirtschaftlichen Sinne bedeutet, Geld so zu verwahren,
dass zumindest der reale Wert erhalten bleibt. Bargeld zu Hause
erfüllt diese Definition nicht.